Datum
13.02.2026
Titel
„Zukunft Pflege gestalten – Gemeinsam. Mutig. Lösungsorientiert.“
Text

Ziel des Workshops war es, die zentralen Herausforderungen der Pflege nicht erneut zu beschreiben, sondern konkrete, priorisierte Handlungsaufträge an Politik, Selbstverwaltung, Träger und Industrie zu formulieren. Die Teilnehmenden kamen aus allen Versorgungsbereichen – Akutversorgung, Rehabilitation, Langzeitpflege und ambulanter Versorgung und entwickelten sektorenübergreifend Lösungen für eine zukunftsfähige Versorgungsstruktur.

Klare Botschaft: Die Praxis ist weiter als die Strukturen

Ein zentrales Ergebnis des Workshops lautet: Die Akteur:innen im Gesundheitswesen wissen, welche Maßnahmen notwendig sind – es fehlt jedoch an konsequenter politischer Umsetzung und strukturellen Rahmenbedingungen. Nachhaltige Lösungen erfordern verbindliche sektorenübergreifende Versorgungspfade, klare Verantwortlichkeiten sowie eine Finanzierung, die Koordination, Prävention und Pflege angemessen abbildet.

Zentrale Handlungsfelder und politische Kernforderungen

Die gemeinsam erarbeiteten Positionen fokussieren insbesondere:

  • Verbindliche, bundesweit einheitliche sektorenübergreifende Versorgungs- und Übergangspfade
  • Verlässliche Finanzierung von Case- und Entlassmanagement
  • Stärkung der Rehabilitation als integralen Bestandteil der Versorgung
  • Nationale Strategien zur Personalgewinnung, -bindung und Kompetenzentwicklung
  • Investitionen in Führungskräfteentwicklung und pflegerisches Management
  • Prozess- und nutzenorientierte Digitalisierung mit nachhaltiger Refinanzierung
  • Reform der Finanzierungsstrukturen über Sektorengrenzen hinweg

Darüber hinaus fordern die Beteiligten einen langfristigen „Masterplan Pflege & Versorgung“, der über Legislaturperioden hinaus Bestand hat und die Sozialgesetzbücher stärker an realen Versorgungspfaden ausrichtet. Die vollständigen prioritären Handlungsfelder sind im veröffentlichten Positionspapier dokumentiert.

Gemeinsamer Arbeitsauftrag an Politik und Systempartner

Die Positionierung versteht sich ausdrücklich als Arbeitsauftrag und Dialogangebot. BVPM und Arjo erklären ihre Bereitschaft, die Ergebnisse gemeinsam mit Politik, Selbstverwaltung und weiteren Verantwortungsträgern weiterzuentwickeln und konkrete Umsetzungsschritte zu begleiten.

Schlussbotschaft

Pflege, Management, Rehabilitation und Industrie sind bereit, Verantwortung zu übernehmen. Jetzt sind verbindliche politische Entscheidungen, klare Governance-Strukturen und nachhaltige Investitionen erforderlich, um eine zukunftssichere pflegerische Versorgung in Deutschland zu gewährleisten.

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